Augstein, Josef
Geburtsdatum: | 25. August 1909 |
Sterbedatum: | 23. Oktober 1984 |
Geburtsort: | Bingen <Rhein> |
Sterbeort: | Hannover |
Wirkungsorte: | Hannover |
Berufe, Ämter, Tätigkeiten: | Jurist; Rechtsanwalt; Strafverteidiger |
Akademischer Grad: | Dr. jur. |
Biographische Anmerkungen
Sohn eines Foto-Kaufmanns und älterer Bruder des späteren "Spiegel"-Herausgebers Rudolf Augstein; aufgewachsen in Hannover. Besuch des Goethe-Gymnasiums, Jurastudium, 1932 Promotion in Göttingen; Anwalt und Notar in Hannover, unterbrochen nur von der Kriegsteilnahme; war einer der bekanntesten Strafverteidiger der Bundesrepublik, u.a. in Prozessen gegen Hans Habe, Rolf Hochhuth, Hans Filbinger, Albert Osswald und Hermann Josef Abs; saß 1962 während der "Spiegel"-Affäre sechs Tage in Untersuchungshaft, weil man ihn der Beihilfe zum Landesverrat verdächtigte; "Er hörte es nicht gern, wenn man ihn einen Starverteidiger nannte", schrieb "Der Spiegel" nach seinem Tod: "Josef Augstein starb (.) morgens am Schreibtisch während eines Telephongesprächs mit einem Mandanten, wie er es sich gewünscht hatte."
Biographische Quellen
HBL (2002), S. 33 ; Brand (2004), S. 124-132
Letzte inhaltliche Bearbeitung: 03.07.2015
